Bewusste Bewegung: Wie Körper, Atmung und Aufmerksamkeit zusammenspielen
Im Alltag ist der Körper oft mit einer Sache beschäftigt, während die Gedanken bereits ganz woanders sind. Bewusste Bewegung verfolgt den gegenteiligen Ansatz: Aufmerksamkeit, Atmung und Bewegung werden auf denselben Moment ausgerichtet.
Ganz bei einer Sache sein
Das Grundprinzip ist überraschend einfach: Wer isst, konzentriert sich aufs Essen. Wer spricht, aufs Gespräch. Wer sich bewegt, auf die Bewegung. Statt ständig zwischen Gedanken zu wechseln, wird die Aufmerksamkeit bewusst auf das aktuelle Tun gelenkt.
Eine einfache Übung
Eine ruhige Bewegungssequenz kann dabei helfen:
- Aufrecht und stabil stehen.
- Zunächst vollständig ausatmen, danach ruhig einatmen.
- Einen Arm langsam und kontrolliert bewegen.
- Die Bewegung mehrfach wiederholen und anschliessend die Seite wechseln.
- Danach ähnliche Bewegungen nach vorne ausführen.
- Währenddessen Aufmerksamkeit bei Atmung, Körpergefühl und Bewegung halten.
Entscheidend ist nicht Geschwindigkeit oder Kraft, sondern die bewusste Ausführung. Bewegungen sollten langsam begonnen und nur innerhalb eines angenehmen Bewegungsumfangs ausgeführt werden.
Worum es eigentlich geht
Praktiken wie Qigong und andere Formen achtsamer Bewegung verbinden körperliche Aktivität mit konzentrierter Aufmerksamkeit. Das kann eine Möglichkeit sein, aus dem gedanklichen Autopiloten auszusteigen und bewusster wahrzunehmen, was gerade geschieht.
Dabei handelt es sich um eine Achtsamkeits- und Bewegungspraxis – nicht um eine Methode, die Krankheiten „heilen“ kann.
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