Bauwesen by Patrik

Solarmarkise: Schatten und Solarstrom auf derselben Fläche

Eine Markise schützt vor sommerlicher Hitze – doch was wäre, wenn sie gleichzeitig den Strom für die Kühlung der Wohnung erzeugen könnte? Genau dieses Prinzip verfolgt die Solarmarkise: Flexible Solarzellen werden direkt in den Markisenstoff integriert.

Zwei Funktionen auf einer Fläche

Besonders bei stark besonnten Balkonen oder Dachwohnungen kann die Kombination interessant sein:

  • Verschattung: Die ausgefahrene Markise hält direkte Sonneneinstrahlung ab und macht Balkon oder Terrasse besser nutzbar.

  • Stromproduktion: Gleichzeitig erzeugen die integrierten Solarzellen elektrische Energie.

  • Kühlung: Der erzeugte Strom kann unmittelbar von einer Split-Klimaanlage oder anderen Verbrauchern genutzt werden.

Im beschriebenen Beispiel wurden bei Sonnenschein zeitweise etwa 700 bis 900 Watt Solarleistung gemessen. Die Klimaanlage benötigt im normalen Betrieb ungefähr 400 bis 500 Watt, bei höherer Leistung bis rund 900 Watt. Damit können Erzeugung und Verbrauch bei geeigneten Bedingungen zeitweise gut zusammenpassen.

Wo liegt der Vorteil?

Die Solarmarkise ist weniger als Ersatz für klassische Solarmodule gedacht. Ihre Stärke liegt dort, wo ohnehin ein Sonnenschutz benötigt wird oder gewöhnliche PV-Module schwierig zu installieren sind. Die flexiblen Zellen erreichen laut Herstellerangabe etwa 140 Watt pro Quadratmeter und lassen sich zusammen mit der Markise aufrollen.

Ein Batteriespeicher ist dabei nicht zwingend erforderlich: Wird der Solarstrom während der heißen Sonnenstunden direkt für die Klimaanlage genutzt, fallen Stromerzeugung und Bedarf zeitlich günstig zusammen.

Zum Originalvideo: Dank Solarmarkise! Diese Klimaanlage läuft fast ohne Stromkosten (de / 19:23) - Felix Goldbach (YouTube)

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